Hochdahl

Auch wenn die Ercroder Jonges ein Heimat-und Brauchtumsverein aus Alt Erkrath sind interessieren wir uns doch für unsere anderen Stadtteile. So zeigen wir hier ein paar historische Aufnahmen sowie Ansichtskarten aus dem im Jahre 1975 im Zuge der kommunalen Neugliederung hinzugekommenen Stadtteils Hochdahl.

 

Nachfolgender Text entnommen aus Wikipedia:

 

Der Name des Ortsteiles geht aus einem 1392 erstmals erwähnten Hof namens Ym Dale und einem 1416 genannten Hof mit dem Namen Uf dem Dahl hervor, die sehr wahrscheinlich identisch waren. Dieser Hof war, wie nahezu alle dem Kirchspiel Erkrath zugehörigen Höfe, dem Haus Unterbach abgabepflichtig. Der Name Hochdahl als offizielle Ortschaftsbezeichnung wurde aber erst 1938 eingeführt, vorher wurde der Name nur als Bezeichnung für die Bahnstation der Düsseldorf-Elberfelder Bahn genutzt, da der (im Jahr 1969 abgetragene) Hochdahler Hof dem Bahnhof am nächsten war. Die Siedlungen der damaligen Zeit wurden unter der Ortsbezeichnung Millrath geführt und waren anfangs Teil des Amtes Mettmann (bis 1806), der Bürgermeisterei Haan (bis 1894) und danach der Bürgermeisterei, später Amt, Gruiten. Der Ortsteil Millrath ist wesentlich älter als Hochdahl. Eine erste Erwähnung Milroyde, hieraus lässt sich eine Rodung eines Siedlers namens Milo ableiten (die Vermutung, dass der Ortsname auf die Existenz einer Mühle schließen lässt, gilt als unwahrscheinlich), fand 1218 statt. Ab 1658 ist die Ortschaft unter der Bezeichnung Mulrad auf den Karten der damaligen Zeit verzeichnet.

Hochdahl war, im Gegensatz zu Erkrath, kein Kerndorf, sondern lediglich eine Ansammlung weniger Höfe. Neben dem Hochdahler Hof bestand seit dem Mittelalter auch der Hof Schlickum (erwähnt 1050), welcher möglicherweise bis in das 9. Jahrhundert zurückreicht. So hat ein Edeling Rodsten in dieser Zeit dem Kloster Werden einen Mansus (= 60 Morgen) als Schenkung überlassen. Diese Gemarkung lag, wie auch Hrotsteninghuson (Rützkausen, Wülfrath) und Wordincbeke (Wordenbeck) an der Strata Coloniensis. Um die Zeit der Ritter von Ulenbruch, die seit 1384 das Gut besaßen, erstreckte sich der Höfeverband bis nach Hilden, Haan und Gruiten.

Auch die Höfe Eickenberg (1189), Karschhaus (vor 1498), Stolls, Falkenberg, Thekhaus, Kleff und andere sind sehr alt. Die meisten Gebäude und Gutsanlagen existieren jedoch nicht mehr, heute erinnern Hochdahler Straßennamen an die früher dort ansässigen Höfe. Zudem befanden sich in Hochdahl Schmieden, mehrere Kalkbrennereien, später Ziegeleien und Webereien. Von 1848 bis 1912 bestand an der Bahnlinie das Hüttenwerk Eintracht, wo Eisenerze verarbeitet wurden. Der Direktor war Julius Schimmelbusch, Hüttenarzt war Professor Karl Sudhoff, zeitweilig auch Gemeinderatsmitglied von Millrath, der später als Begründer der Medizingeschichte als wissenschaftliche Disziplin berühmt wurde. Eine erste größere Siedlungsdichte, vor allem durch das Gewerbe und dem Hüttenwerk bedingt, führte zu Kirchenbauten in Hochdahl. So wurden 1876 die katholische Kirche St. Franziskus in Trills und 1905 die evangelische Neanderkirche auf der Neanderhöhe eingeweiht.



Bilder freundlicherweise zur Verfügung gestellt von Stefan Weber


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