Kirchstraße 6 -heutiger Eigentümer: Familie Keil-

Kirchstr. 6- mit Biergarten, Postkutschen und Pferdestall

Das Haus Kirchstraße 6 ist heute Eigentum der Familie Keil. Peter Keil ist  Vorstandsmitglied bei den Ercroder Jonges und hat es sich nicht nehmen lassen uns die Bilder sowie einen Bericht über die Historie des Hauses zur Verfügung zu stellen. An dieser Stelle Peter, unseren allerherzlichsten Dank!

Familie Peter Keil

 

 

 

Peter Keil, Vorstandsmitglied der Ercroder Jongens mit seiner Frau Melanie sowie den Töchtern Leonie und Madeline. 

 

Bilderquelle:

Peter Keil

Ercroder Jonges

 

Bericht: Peter Keil

der Auszug des Ritters Daniels von Ercenrode zum Kreuzzug .

Chronik des Hauses Kirchstraße 6


Bis zum Jahre 1870 war das Haus Kirchstrasse 6 eine Gastwirtschaft, mit großem Biergarten und einem Stall, wo die Pferde der Postkutschen, die hier Rast einlegten untergebracht waren. Während der Gründerzeit 1871 wurde das Vorderhaus von

Richard Wille abgerissen und größer im damals vorherrschenden Jugendstil neu aufgebaut. Dort betrieb er das Restaurant „ Zum weissen Pferd „. Noch heute ist rechts vom Frontbalkon ein Pferdekopf in Stuckarbeit und links vom

Balkon ein gefülltes Bierglas zu erkennen. Oberhalb des Balkones ist eine Stuckarbeit zu sehen, die erkennen lässt dass Richard Wille wohl ein ziemlich humorvoller Zeitgenosse gewesen sein muss.Hier sieht man einen Fisch an einer Angel und eine Pfeife in Stuck.

Der Hintergrund: Richard Wille, der gerne mal ein Pfeifchen geraucht hat ist wohl das eine oder andere mal von der preussischen  Obrigkeit beim Schwarzangeln erwischt worden und hat es sich nicht nehmen lassen diese  Episode beim Neubau seines Vorderhauses an gut sichtbarer Stelle zu verewigen.


Im Obergeschoss des Hauses gab es einen großen Festsaal, wo zur flotten Klaviermusik, wie damals üblich die ersten Stummfilme gezeigt wurden. Bis zum Beginn des 2. Weltkrieges war dort das Erkrather Kino.


Das Haus überstand den 2. Weltkrieg unbeschadet und wurde 1960 von dem Dachdeckermeister Werner Keil, der mit der Enkelin von Richard Wille, Helgard Keil (vorm.Heine) verheiratet war, komplett durchrenoviert und der vorderen Bereich zu einer Trattoria umgebaut.


Der Urenkel von Richard Wille, Peter Keil, Vorstandsmitglied der Ercroder Jongens, wohnt dort, neben anderen Bewohnern, mit seiner Frau Melanie und den beiden Töchtern Leonie und Madeline.  Im Jahr 2008 wurden die hofseitigen Fassadenflächen von Peter Keil und seiner tatkräftigen Familie renoviert, und im Jahr 2011 der ehemalige Postkutschen Pferdestall zu einem Jugendzimmer für die jüngere Tochter Madeline Keil ausgebaut . Der usprüngliche Bauzustand wurde vorher für die Nachwelt dokumentiert.  


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